Wir

Das Engagement für Nachhaltigkeit und die Lust daran, Speyer mitzugestalten brachte die beiden bei der Speyerer Nachhaltigkeits- und Demokratieinitiative inSPEYERed zusammen. Eine Idee und viele Treffen später steht der Plan: mit dem Kaufladen den ersten verpackungsfreien Laden in Speyer zu eröffnen.

Foto: Sarah Schäfer für eigenstimmig.de


Luise Sobetzko 

Wenn sie mit etwas nicht zufrieden ist, dann ändert Luise es. Sie versucht es zumindest. Über Umwege ist sie zurück in die Heimat gekommen, um der Beschaulichkeit frischen Wind einzuhauchen. Sie findet, Vierbeiner sind immer noch die besseren Menschen und so wurde sie schon mit 14 Vegetarierin und ist es aus Umweltgründen bis heute geblieben. Studiert hat sie Kulturmanagement und ist bis zuletzt beim Radio gewesen. Eigentlich hat sie schon viele Sachen gemacht: Festivals und Ausstellungen organisiert oder sich als Barista probiert. Doch jetzt wird es Zeit für etwas eigenes.

Sophie Etzkorn 

Der Kaufladen ist nicht Sophies erste Gründung in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Als Grundschülerin rief sie den Umweltclub „Grüne Sieben“ ins Leben und versuchte schon damals mit selbst gemalten Handzetteln die Welt zu retten. Nach dem Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaft arbeitete Sophie die letzten drei Jahre in einer Bildungsstiftung. Die Ärmel hochkrempeln, anpacken und zu schnell darüber sprechen – nachdem sie dem Müll in ihrem eigenen Alltag bereits den Kampf ansagte, will Sophie den Speyer*innen einen verpackungsfreien Einkauf ermöglichen.


Luises Motivation

Luise beim Unverpackt-Shopping

„Es gibt noch so viel zu tun, also lasst uns loslegen.“

Es gibt immer einen Grund zur Gründung. Beim Brainstorming darüber, wo eigentlich die Motivation für unser Vorhaben herkommt, fallen mir mit der Zeit immer mehr Punkte ein, die dafürsprechen. Da gibt es gesellschaftliche Beweggründe und natürlich ganz private. Erstere liegen auf der Hand – wer kann sich mittlerweile der Müllproblematik auf unserem Planeten noch entziehen? Umso mehr Möglichkeiten wir haben, komplett auf Müll zu verzichten, umso leichter wird es für uns alle. Eine Tätigkeit mit diesem Sinn kann erfüllender vermutlich nicht sein. Hinzukommt, dass die meisten Gründungen immer noch von Männern ausgehen – Mädels, was ist los mit uns? Von der Stärkung der Wirtschaft vor Ort brauchen wir gar nicht zu reden…kurze Wege, regionale und fair hergestellte Produkte sprechen meiner Meinung nach für sich.

Ich selbst habe immer Mal wieder mit dem Gedanken gespielt, wie ich mich sinnvoll selbstständig machen könnte. Irgendwann bin ich an den Punkt gekommen, wo ich nicht mehr akzeptieren wollte, dass immer andere bestimmen, welchen Weg ich zu gehen habe. Die zündende Idee kam erst mit inSPEYERed und mit der passenden Gründungspartnerin 😊.

„Selbst und ständig“ macht mir keine Angst, denn die Motivation könnte nicht größer sein. Es gibt noch so viel zu tun, also lasst uns loslegen.

Sophies Motivation

Sophie

„Ich habe Lust auf’s Machen.“

Es ist ein paar Jahre her, ich komme vom Einkaufen und der Blick auf den entstandenen Müll lässt mich verzweifeln. Unzählige Plastiktüten füllten den Wertstoffsack und ich beschloss, das zu ändern. Seitdem versuche ich weniger Müll zu produzieren. Großpackungen, der Einkauf auf dem Wochenmarkt und „Do it yourself“ schufen Abhilfe. Eins fehlte aber stets: ein Unverpackt-Laden in Reichweite. Für vieles findet man mit etwas Kreativität Alternativen, für manches eben bisher aber nicht.

Der Umgang mit unserem Planeten bereitet mir große Sorgen und macht mich wegen der Sorglosigkeit vieler oft wütend. Neben einem veränderten Konsumverhalten, braucht es eine andere Art des Wirtschaftens (und eine andere Politik), denn auch die Macht der Konsument*innen ist begrenzt. Mit der richtigen Partnerin und einer gemeinsamen Idee, sagen wir Plastik nun den Kampf an! Ich habe Lust aufs „Machen“.Ich liebe gute Produkte, tolle Konzepte und meine Heimatstadt Speyer. Ich will gemeinsam mit Luise eine nachhaltige Alternative für den alltäglichen Konsum schaffen. Ich will inspirieren und kleine Veränderungen im Alltag der Speyerer*innen anstoßen.