Auf dem Bild ist der aktuelle Stand auf der Kaufladen-Baustelle zu sehen
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Grüße von der Baustelle

Wie ein Damenmodegeschäft aus den 60ern zum Unverpackt-Laden wird:

Nach der Schlüsselübergabe im April ging es endlich los: Wir konnten mit der Renovierung unseres Ladens beginnen. Wo vorher Damenmode verkauft wurde, wollen wir künftig Unverpacktes anbieten. Bis dahin gibt es einiges zu tun – wir starten mit der Entkernung. Dafür musste der Laden zuerst einmal geleert werden. Wir konnten viele tolle Vintage-Möbel übernehmen, aus denen wir die Ladenausstattung bauen. So erhalten wir etwas vom Charme der Vergangenheit und tragen unserer Idee vom Tante-Emma-Laden Rechnung. Deshalb hieß es zu Beginn: Möbel unterstellen, verkaufen, verschenken und entsorgen.

Mit viel Unterstützung von Familie und Freunden rissen wir mehrere Schichten Bodenbelag heraus: Teppich, Linoleum und nochmal Linoleum. Die Schaufenster wurden mit großem Kraftaufwand geöffnet und Verkaufsraum wirkt jetzt viel größer und ist lichtdurchflutet.

Es folgten Arbeitseinsätze an den Wänden. An einigen Stellen kamen Erinnerungen an vergangene Zeiten zum Vorschein. Neben alten Modezeitschriften, Dekomaterial und Nähbedarf fanden wir unter vielen bunten Schichten Tapete diese alte Zeitung. So ein Fund aus einer fürchterlichen Zeit macht einem die bewegte Geschichte eines Gebäudes noch einmal ganz anders bewusst.

Die abgenutzten Deckenplatten nahmen wir ab, entfernten alte Kabel und entsorgten insgesamt zwei Container Altholz. Wir haben den Laden jetzt soweit es geht entkernt. Als nächstes stehen Arbeiten an, bei denen wir auf Fachleute angewiesen sind: Die gesamte Elektrik und das Heizsystem werden in den nächsten Wochen erneuert und das kostet Zeit!

Zusätzlich kümmern wir uns schon einmal um die Ladeneinrichtung und schleifen die Möbel ab, damit sie bald in neuem Glanz erscheinen. Parallel sind wir mit künftigen Lieferant*innen in Kontakt und basteln weiter am Sortiment. Ihr seht also, es bleibt noch viel zu tun – wie es weitergeht erfahrt ihr natürlich hier!

4 Comments

  • Mike

    Renovierung von Gebäuden im Zentrum von Speyer ist spannend. Ich hatte mal das Glück, (Anfang der 1980er Jahre) bei Renovierung einer Wohnung in der Korngasse helfen zu dürfen. Neben „Hörzu“Zeitschriften aus Mitte/ Ende der 1950er Jahre unter Linoleumboden fanden wir eine mit Karton kaschierte und übertapezierte Wandnische. Wir vermuten, dass da irgendwann ein Flaschenzug installiert gewesen sein könnte… – hat sich aber nie klären lassen… Viel Spaß, Erfolg und Energie wünsch‘ ich Euch… – und klopft mal die Wände ab… 🤔😉

    • Sophie Etzkorn

      Bisher können wir „nur“ Funde in Richtung der Zeitschriften vermelden – aber wer weiß, was nch auf uns wartet 🙂 Vielen Dank!

  • Anastasia Exner-Tekampe

    Toll, was Ihr da schon geschafft habt. Respekt. Der Satz „Erinnerungen aus alten Zeiten“ bezugnehmend zu einem Zeitungsartikel aus der belastenden Nazizeit finde ich von der Wortwahl, sorry Leute, sehr unpassend. Das sind Erinnerungen aus schrecklichen Zeiten, denn da war Krieg.

    • Sophie Etzkorn

      Liebe Anastasia, du hast völlig recht – da sind wir Opfer der „Text-Bild-Schere“ geworden.
      Denn natürlich ist es sehr spannend, so etwas zu finden und damit in die Geschichte des Gebäudes einzutauchen – Erinnerungen an den historischen Kontext sorgen auch bei uns aber für Gänsehaut! Die Zeitung ist natürlich nur eines von vielen Fundstücken – deshalb der flapsige Ton. Denn ansonsten fand sich mehr skurriles und spaßiges (alte Modezeitschriften, handschriftliche Notizen, Dekomaterial …) das wir beim Schreiben vermutlich eher im Kopf hatten.
      Ich ändere den Text direkt – danke für den Hinweis!

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